Honigfee

Honig

Honig - Was ist das?

Honig (aus dem althochdeutschen honang = der Goldfarbene) ist die Nahrungsreserve der Bienen und wird von den Bienen aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau hergestellt.

Für ein Kilogramm Honig müssen Bienen eine Strecke zurücklegen , die einem mehrfachen des Erdumfangs entspricht. Aber der gesammelte Nektar ist noch lange kein Honig. Bis das flüssige Gold erntereif ist, muss es noch viele Bienenmägen durchwandern.

Honig entsteht dadurch, dass Bienen Nektariensäfte oder auch andere süße Säfte an lebenden Pflanzen aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen.
Die Biene saugt den Nektar oder Honigtau über ihren Rüssel auf. In der Honigblase wird dieser in den Stock transportiert. Dort wird der zuckerhaltige Saft an die Stockbienen weitergegeben. Diese geben bieneneigene Stoffe hinzu und reduzieren den Wassergehalt.
Die Bienen konservieren sozusagen ihre Nahrung, als Vorrat für den Winter.
Wenn der Wassergehalt gering genug ist (ca. 16%-18%) werden die Lagerzellen des Honigs mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen. Imker bezeichnen diesen Vorgang als Verdeckeln. Er ist für sie das sichere Zeichen dafür, dass der Honig reif ist und geerntet werden kann.

Während die Bienen sich den Nektar für ihre Nahrung, und damit für unseren späteren Honig beschaffen, tragen sie zu einem sehr wichtigen Teil am Erhalt der Flora bei. Sie helfen bei der Fortpflanzung von Pflanzen und waren lange Zeit auch in der Landwirtschaft sehr wertvolle Helfer.
Um an den Nektar zu gelangen kriecht die Biene tief in die Blüte einer Blume hinein und nimmt dort mit ihren Haaren Blütenstaub auf. Beim Besuch der nächsten Blüte passiert das gleiche, aber sie lässt auch Pollen der vorherigen Blüte an der klebrigen Narbe der Blüte zurück und bestäubt sie so.

Honig als Nahrungsmittel

Bereits in den Pharaonengräbern der alten Ägypter wurde Honig als Grabbeigabe gefunden. Bevor Zucker industriell aus Zuckerrüben gewonnen wurde, war Honig ein wichtiger, oft auch der einzige Süßstoff. Heute wird Honig als gesundes Nahrungsmittel verwendet. Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt in Deutschland etwa 1,3 kg pro Jahr.

Honig besteht aus etwa 200 verschiedenen Inhaltsstoffen. Die Zusammensetzung kann je nach Honigsorte sehr unterschiedlich sein. Gemäß EU-Verordnung und deutscher Honigverordnung darf dem Honig nichts hinzugefügt und nichts entzogen werden. Damit ist der Honig zu 100 Prozent natürlich.

Die Konsistenz des Honigs reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Sie ist ebenso wie seine Farbe und sein Geschmack abhängig von den besammelten Blüten oder dem gesammelten Honigtau. Häufige Farben sind weiß bis hellgelb, gelb, beigefarben, braun und grünschwarz.
Aufgrund seines hohen Zucker- und geringen Wassergehalts ist Honig lange haltbar, wobei er auskristallisieren kann. Für die Neigung zum Kristallisieren ist das Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker (der beiden Hauptbestandteile) verantwortlich.
Ist dies etwa 1 : 1, wie etwa beim Rapshonig, so erfolgt die Kristallisation innerhalb weniger Tage. Bei den Honigtauhonigen, etwa dem Tannenhonig, ist das Verhältnis etwa 1,6 : 1. Dieser Honig bleibt über Monate oder sogar Jahre flüssig. Fest gewordener, auskristallisierter Honig kann durch Erwärmen wieder verflüssigt werden.

Honig ist also eine dickflüssige bis feste, teilweise auch kristallisierte Substanz, die aufgrund ihres hohen Anteils an Frucht- und Traubenzucker sehr süß schmeckt. Neben diesen und weiteren Zuckerarten enthält Honig 15 bis 21 % Wasser sowie Enzyme, Vitamine, Aminosäuren, Pollen, Aromastoffe und Mineralstoffe. Durch diese Zusammensetzung gilt Honig für den menschlichen Gebrauch allgemein als gesünder als Haushaltszucker (Saccharose).
Außerdem verhindert er Heißhungergefühle. Wird mit Honig gesüßt, kommt es im Körper zu anderen Reaktionen als beim Verzehr zuckerhaltiger Speisen. Durch den hohen Fruchtzuckeranteil im Honig bleibt der Blutzuckerspiegel etwas länger konstant und fällt langsamer wieder ab, was dazu führt, dass eine längere Sättigung erreicht wird.
Kinder unter einem Jahr dürfen allerdings keinen Honig bekommen. Im Honig ist das Bakterium Clostridium botulinum vorhanden, dass bei Säuglingen (durch das noch nicht vorhanden sein der Darmflora) zu gefährlichen Erkrankungen und sogar zum Tod führen kann. Für älter Kinder und Erwachsene stellt das Bakterium keine Gefahr dar.

Honig sollte nicht über 40 °C erhitzt werden, wenn auf seine Enzyme und Aromastoffe Wert gelegt wird. Daher sollte man den Honig nicht kochen bzw. beim Kochen zugeben. Die kurzzeitige Erwärmung beim Süßen heißer oder warmer Getränke ist aber vertretbar, da das Getränk in der Tasse relativ schnell abkühlt.

Honig in der Medizin

Neben anderen Bienenprodukten wird Honig auch in der Naturheilkunde als Heilmittel eingesetzt, z. B. Manukahonig.

Honig wirkt leicht entzündungshemmend, so dass Schwellungen, erhöhte Temperatur und lokaler Schmerz zurückgehen. Er fördert das Wachstum von Fibroblasten, wodurch die Wunde gleichmäßiger heilt und es zu weniger Narbenbildung kommt.
Er wird etwa als Wundauflage benutzt, da er leicht antiseptisch wirkt und in Wunden vorhandenes totes Gewebe abbaut. Diese Wirkung wird durch Wasserstoffperoxid bewirkt, das im Honig durch den Abbau von Zucker entsteht und normalerweise im medizinischen Bereich zur Wunddesinfektion verwendet wird. Spezielle Honigsorten finden daher zunehmend Eingang in die moderne Wundbehandlung.

Naturbelassener Honig oder Honig "aus dem Glas" eignet sich aufgrund einer möglichen Verkeimung jedoch nicht zur Wundbehandlung. Der für medizinische Zwecke angewandte Honig wird vor Anwendung mit Hilfe von Gammastrahlen sterilisiert.

Bei Insektenstichen kann Honig, sofort aufgetragen, das Gift teilweise entziehen.


Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Honig aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.